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Berlin

Endspiel

Becketts «Enspiel» ist ein solider Oldtimer der Gott-ist-tot-Dramatik: Kein Sinn nirgends unter der Weltzirkuskuppel, nur leerlaufende Rituale, die einen Tag füllen, der jederzeit der letzte sein kann. Zwei höchst allgemeine Menschheitssymbolträger aus Herr (Hamm) und Knecht (Clov) stützen sich in ihren komplementären Behin­derungen von Nichtsehen- und Nichtsitzen­können durch die Routinen ihrer Stunden, die längst jeden Bezug zu einer Außenwelt verloren haben. «Irgend etwas geht seinen Gang», sagt Clov etwa zur Stückmitte, was in seinem subjekt­reduzierten Dahintuckern das Stück sehr schön zusammenfasst. Dazu steuern Hamms beinlose Eltern Nell und Nagg in sandgefüllten Mülltonnen kleine Kommentare und Erinnerungen zur Vorsterbenszeit bei: finaler Existenzialismus der 50er Jahre des letzten Jahrhundert, dem, zum Klassiker erstarrt, längst alle Zähne ausgefallen sind.

Robert Wilson hat die Vorlage mit Licht, Ton und vollmechanisierten Schauspielern zu einer sehr geschmackvollen Spieluhr aufgezogen, deren wahres Ausmaß erst beim Schlussapplaus erkennbar wird: Wenn sich nämlich zu den vier Darstellern anderthalb Dutzend Techniker gesellen, zum Teil noch mit ihren Headsets, die für das reibungslose Zusammenspiel der Einsätze sorgen.

Rezensent: Franz Wille
 
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14.02.2017

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