Die Arbeiten des Live-Art-Künstlers Tino Sehgal und der Einzug der Performance-Kunst ins Museum läuten das Ende einer Epoche ein
Am Eingang des beinahe dunklen Raumes hat sich ein Stau gebildet. Einige wollen raus, andere rein. Diese wollen, so scheint es, nicht in etwas hineingezogen werden, was sie nicht überschauen und was ihnen ganz buchstäblich unheimlich ist, jene sind sich nicht sicher, ob die sich stauende Menge Teil des Kunstwerks ist oder vielmehr dieses vor ihren Augen verdeckt. Es dauert also ein wenig, bis man in dem großen Raum, der in seiner Höhe wie seiner leichten Verlottertheit den Charme eines heruntergekommenen Ballsaals hat, angekommen ist. Und wenn man schließlich eingetreten ist, dann sieht man zunächst einmal: nichts. Oder besser: beinahe nichts. Denn tatsächlich erkennt man schemenhaft, dass sich Tänzer – oder doch zumindest Performer, die tanzen – um einen herum bewegen. Einer steht nahe neben mir. Ich spüre seinen Atem, höre
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