Nanine Linning gibt mit einer neuen Dance Company ihren Einstand am Theater Heidelberg.
Theater Heidelberg
17.03, 12.04., 21.04., 7.05., 19.05., 25.05.
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Auszug aus eine umfangreichen Rezension von Hartmut Regitz in «tanz» 3/2013. Den Volltext finden Abonnenten ab 27. Februar hier .
Nanine Linning hat das Herz auf dem rechten Fleck, jedenfalls auf dem T-Shirt, das sie sich zur Verbeugung vor ihrem Premierenpublikum überstreift. Es bekräftigt ihre Liebe zu Heidelberg, das nicht zuletzt unter ihrer Ägide wieder zu einem Zentrum des zeitgenössischen Tanzes aufgewertet werden soll. Mit «Zero» hat sie ihr ehrgeiziges Vorhaben an den Start geschoben – was, wie die Niederländerin meint, nicht heißen soll, dass die Stadt vom Tanz aus gesehen am Nullpunkt steht.
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Nanine Linning spielt mit «Zero» nicht nur auf ihr neues Ensemble, sondern auch auf die Null-Position des Maja-Kalenders an, über die im vergangenen Dezember so viel debattiert wurde. Das Ende aller Zeit begreift sie allerdings als einen Anfang oder, wie sie es im Programmheft formuliert, als einen «Kreislauf», der immer wieder von Neuem beginnt.
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Es sind vor allem die vielen Assoziationen, die das Publikum beeindrucken. Getanzte Tableaux, die etwas von kollektiven Ängsten spüren und einen eher an ein Ende denken lassen als an einen Anfang. «Dark Matter & Forgotten Cities» und «Memories from the Future» sind die Szenen überschrieben, denen Nanine Linning Musik von Philip Glass («Company») und Arvo Pärt («Psalom. Für Streichorchester») unterlegt, Szenen, die dennoch etwas Sehnsüchtiges haben. Immer wieder richten die Gefallenen ihre Blicke nach oben, vergebens setzen sie zu hohen Sprüngen an.
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Das Publikum ist dafür aufgeschlossen. Wie die Standing Ovations beweisen, hat es Nanine Linning nach «Zero» bereits ins Herz geschlossen.