Ivo Dimchevs Kunstmittel ist der eigene Körper. Kaum zu unterscheiden ist, ob es sich um den Körper einer kosmopolitischen Diva, eines bulgarischen Performancekünstlers oder um eine alchemistische Liebesgeschichte zwischen allen beiden handelt. Vor sieben Jahren schuf er sich sein Alter ego Lili Handel, ein androgynes Wesen, das zu High Heels einen String mit Perlenschurz auf porzellanfarbener Haut trägt, umhüllt in eine Aura zwischen Moulin Rouge, Rocky-Horror-Picture-Show und einem anarchischen Mythenlaboratorium.
In «X-on» gibt es diesen Lili gleich vierfach und dazu passend ein «Passstück» des österreichischen Künstlers Franz West (1947-2012). Auf der jüngsten Station im Berliner HAU stehen zwei Podeste mit zwei geweißten Skulpturen auf der Bühne. Sie erinnern an verwachsene, zerdehnte Knochen, bleiben dabei aber abstrakt und herausfordernd banal. Franz West schuf die Objekte, damit Galeriebesucher experimentellen Gebrauch von ihnen
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