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Interview

So blue
Foto: Louise Lecavalier

Louise Lecavalier, Sie haben Ihr neues Werk «So Blue» genannt – sind Sie bekennende Melancholikerin?
Ich fühle mich weiß, schwarz, gelb, rot, aber… eigentlich – I feel so blue! Für mich ist die Seele blau, ihre Helligkeit und Tiefe. Sie verwandelt sich kontinuierlich, durchlebt Stadien zwischen Leben und Tod. Ich bin leicht und glücklich, dunkel und ängstlich, intensiv, hoffnungsvoll oder verzweifelt, aber niemals ruhig. Es ist ein Aufruhr in mir, fast unerträglich. Ich empfinde so vieles gleichzeitig, es vermischt sich und will heraus. Es wird zu Tanz – einem blauen, atomaren Tanz. Dem Tanz der blauen Atom-Seele.

Es gibt eine Szene, in der Sie nach einer sehr anstrengenden Sequenz minutenlang auf dem Kopf stehen. Der Atem ist hörbar, das Shirt gibt den Blick auf die arbeitenden Bauchmuskeln und Lungenflügel frei. Was erzählt uns Ihr Körper?
Er spricht von Verletzlichkeit. Marilyn Monroe sagte einmal, wenn man seine Füße in die Kamera halte, zeige man sich verwundbar. Ich stimme ihr zu. Wer sich heute nackt auf die Bühne stellt, wirkt allerdings nicht mehr verwundbar. Tiere machen keinen Kopfstand, deshalb glaube ich, dass diese Position unnatürlich und unlogisch ist. Darum ist es ein guter Perspektivenwechsel für den Betrachter.

Ihr Styling in «So Blue» erinnert stark an David Bowie. Ist das Absicht?
Das war ein Unfall beim Hairstylisten. Aber ich hatte diesen Haarschnitt tatsächlich schon mal, vor 30 Jahren. Und ich habe David immer ähnlich gesehen. Von der Physiognomie her, aber auch was den Körper betrifft. Das habe ich schon oft gehört, noch bevor wir zusammen gearbeitet haben. Vielleicht, weil er ein androgyner Typ ist. Als uns jemand bei unserer ersten Begegnung vor vielen Jahren zusammen sah, fragte er mich, ob ich Davids Schwester sei. Und, ja, das bin ich.

Inwiefern?
Wenn Bowie keine Schwester hat, wäre ich es gern. Ich liebe ihn wie eine Seelenverwandte. Er ist mir immer nah, auch wenn ich ihn seit über sechs Jahren nicht mehr gesehen habe.


13.02.2013

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