«Voices» heißt der neue Ballettabend des Mainzer Ballettdirektors Pascal Touzeau. Er ist dem lettischen Komponisten Peteris Vasks gewidmet, der in Mainz das Geschehen auf der Bühne sichtlich gerührt verfolgte.
Besondere Brisanz hatte die Premiere aber auch deshalb, weil gerade eine neue «Wahlkampf»-Diskussion um eine mögliche Fusion der Ballette in Mainz und Wiesbaden die Stimmung aufheizt. Der Mainzer Grünen-Politiker Günter Beck kann sich gut ein mit Wiesbaden fusioniertes «Ballett für Rhein-Main» vorstellen,
Aktuell sitzen aber noch zwei rein Mainzerische Tänzerinnen in hautengen blauen Trikots auf dem Boden und verschränken ihre Gliedmaßen ineinander. Ein anderes Paar bricht sich Bahn durch ihre selbstverschlungenen Bewegungen. Körper werden dominiert, unterdrückt, zappeln sich frei. Veronica Segovia Torres streckt ihr linkes Bein in die Senkrechte, kippt ihren Oberkörper in die Horizontale und drückt Ross Martinson einhändig auf den Boden. Oder die Hände werden zu Fußfesseln. Entkommen unmöglich.
Pascal Touzeau findet solch gut gezeichnete Bilder und kleine Situationsminiaturen zur Musik des berühmten lettischen Komponisten Peteris Vasks,
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