Wenn Orpheus wütend wird...
sind die Tänzer weg. Mei Hong Lin inszeniert «Orpheus und Eurydike» von Christoph Willibald Gluck am Staatstheater Darmstadt.
Es fängt alles so schön an. Dabei ist ein Unglück passiert, Eurydike ist tot, Orpheus in Trauer. Noch bevor auf der Bühne des Staatstheaters Darmstadt überhaupt etwas zu sehen ist, raspelt einem das Orchester unter der Leitung von Martin Lukas Meister die Ohren spitz. Rasches Ouverturen-Tempo, als gebe es nicht viel Zeit auf der Menschenwelt. Und feinst gefeilt auch die vielen komponierten Echos, leise, wie ein Rufen in felsige Ferne. Dazu passt Dirk Hofackers Bühnenbild mit seiner zwiefachen Welt: unten ein von Bänken umrahmter Platz mit einem hellen Kegel in der Mitte. Hinten, erhöht, sein Spiegelbild: das orange-rote Kegelchen ragt nach unten. Wie Orpheus, hier Erica Brookhyser, so schön, so sehnsuchtsvoll klagt und dasteht im steifen langen weißen Mantel, steht auch oben ein Wesen in Weiß, bewegt sich allerdings kaum. Hebt
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