Am 10. März noch einmal am Theater Hagen: Der Klassiker in der Version von Ricardo Fernando.
Theater Hagen
13., 16., 23. Februar
3., 10. März
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Auszug aus der Rezension von Nicole Strecker in «tanz» 2/2013. Den Volltext finden Abonnenten hier.
Ausgerechnet «Dornröschen»! Ausgerechnet ein Ballett, das traditionell zur Ausstattungsorgie in Rosa gerät und bei dem sich selbst die Sparsparte Tanz jenen Luxus gönnt, der sonst nur die Oper garniert. Diesen Stoff hat sich Ballettchef Ricardo Fernando für das besonders finanzklamme Hagen ausgesucht. Als romantischen Mythos in neuer Matrix: «Dornröschen (reloaded)». Klingt cool, bedeutet aber zunächst: Alles fällt ein bisschen knapper aus als gewohnt. Die Story, der Hofstaat, die Minikleidchen der Damen, die immer wieder abrupt abbrechende, live gespielte Musik und auch der hundertjährige Schlaf. Bei Choreograf Ricardo Fernando wird ohnehin weniger geruht denn hyperventiliert.
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Er versucht gar nicht erst, das Märchen mit intellektuellem Überbau zu beschweren. Von Spinnweben, Rosenranken und Rüschen-Pomp hat er es trotzdem befreit. Er erzählt im klug abstrakten Bühnenbild von Dorin Gal alles mit den Mitteln des Tanzes, verzichtet fast völlig auf Pantomime und alberne Nummernrevuen. Dornröschen wachgeküsst – als Parodie mit Herz.