Bayerisches Nationaltheater
18., 26. Januar 2013
29. April 2013
2. Juli 2013
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«Choreartium» riss bei der Aufführung im Münchner Nationaltheater das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Man umjubelte ein Ballett-Ensemble in Sternstunden-Form, Lorca Massine, den Sohn des berühmten Vaters, der die großartige Einstudierung vollbracht hatte, auch den Dirigenten, Robertas Servenikas, der den emotionalen Überdruck der Vierten spannungsgeladen zu steuern wusste. Genauso wurde Keso Dekkers gewaltiger Anteil an diesem Erfolg honoriert. Hans van Manens Leib- und Magen-Ausstatter bewahrte Massines geniale, aus vielerlei Stilen und Moden gespeiste Choreografie vor dem sicheren Erstickungstod im Staub des Ballettfundus. Dekkers teils hocherotische Kostüme orientieren sich kongenial an Léonide Massines Lebensreise als Choreograf, von der danse d’école beim Bolschoi-Ballett über den Jugendstil, den Expressionismus, die Mode zur Entstehungszeit von «Choreartium», bis hin zum Outfit neoklassischer Stücke, wie sie noch 1979, in seinem Todesjahr, die Bühnen beherrschten.
Auszug aus der umfangreichen Rezension in «tanz» 1/2013. Den Volltext finden Abonnenten hier.