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Stephen Frears

Immer Drama um Tamara
Jody (Jessica Barden) möchte mit Rockstar Ben (Dominic Cooper) ihr Leben verbringen; Foto: 2010 PROKINO
(Kinostart 30.12.) Die neue Komödie des Regisseurs von «The Queen» fühlt wieder der englischen Seele den Puls: Fein beobachteter und sehr vergnüglicher Liebesreigen um eine Society-Schönheit in der Provinz.

Beschreibung:
Back to the roots: Die junge Society-Journalistin Tamara Drewe kommt zu Besuch in ihr Geburtsdorf Ewedown. Als Mauerblümchen ging sie mit 18 Jahren nach London und machte Karriere. Nun kehrt sie als glamouröse Schönheit zurück und verdreht allen den Kopf.

Zunächst Ben Sergeant, Star-Drummer in einer Rockband; dann Nicholas Hardiment, Erfolgs-Krimiautor und Schürzenjäger; sowie ihrer Jugendliebe Andy Cobb, der auf dem Landgut der Hardiments aushilft. Das Landei hat bei Tamara keine Chance – vorerst.
 
Der Film ist das Remake eines Remakes: Er basiert auf dem Comic «Tamara Drewe» von Posy Simmonds, der im «Guardian» erschien und an einen Roman von Thomas Hardy angelehnt war. Gemeinsamer Nenner ist die Rehabilitierung des Landlebens: Überspannte Großstädter finden in den saftigen Wiesen von Südwest-England Liebe und Seelenfrieden.
 
Frears macht daraus eine turbulente Bäumchen-wechsel-dich-Komödie. Dabei mischen auch noch Nicholas´ Frau Beth, Typ patente Hausfrau, und ihr Hausfreund Glen McCreavy mit, der an einer Thomas-Hardy-Biographie herumdoktert. Heimlicher Star des Films ist aber Jody Long: Die Rotzgöre verknallt sich in Teenie-Idol Ben und bringt mit krimineller Energie den Liebesreigen in Schwung.
 
Offizieller Video-Trailer
 
Bewertung:
Der Film wird als Bauernschwank vermarktet, ist aber eher ein Schäferspiel: Bildungsbürger genießen einfache Freuden wie Spaziergänge bei Sonnenaufgang und selbstgebackene Kekse. Dabei simulieren sie die Prüderie von Provinzlern: Wenn Tamara in Hot Pants herumläuft, stockt allen der Atem. Shocking!
 

Weitere Rezensionen finden Sie in der Presseschau bei Film-Zeit.

Doch Ewedown ist kein gottverlassenes Kaff, sondern nur einen Tagesausflug von London entfernt: Nicht reitende Boten, sondern Emails halten die Intrige in Gang. Hier ist nichts ernst gemeint – das waren Rokoko-Picknicks auch nicht. Aber alles präzise beobachtet: Geschwätzige Freizeit-Autoren im Schreib-Seminar, Gossip-Magazine im Kinderzimmer, erste Joints an der Bus-Haltestelle. Leicht altmodisch, sehr vergnüglich und very british.
 
Foto: 2010 PROKINOFoto: 2010 PROKINOFoto: 2010 PROKINOFoto: 2010 PROKINO

23.12.2010 Oliver Heilwagen
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