kultiversum Startseite
Noch nicht angemeldet?   Registrieren

  |   Passwort vergessen
Warenkorb
Naomi Watts

Fair Game
Foto: TOBIS Film
(Kinostart: 25.11.) Irak-Krieg in Washington: Als sie die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnte, handelte die Bush-Administration illegal. Der Polit-Thriller von Doug Liman rollt die Affäre auf und plädiert bildmächtig für Zivilcourage.

Beschreibung:
Bei der Aufarbeitung des Irak-Kriegs robbt sich Hollywood langsam zur Machtzentrale vor: Nach Filmen über Straßenkampf in Bagdad («The Hurt Locker») und die Suche nach Massenvernichtungswaffen («Green Zone») nun einer über die Plame-Affäre im März 2003.

Offizieller Trailer
 
Ex-Botschafter Joseph Wilson hatte vor Kriegsbeginn im Niger nach Belegen für einen Uranoxid-Deal mit Saddam gesucht und keine gefunden. Als die Bush-Administration das Gegenteil behauptete, widersprach Wilson in einem Zeitungsartikel. Daraufhin wurde Wilsons Frau Valerie Plame von Regierungskreisen als CIA-Agentin enttarnt – in den USA eine Straftat.
 
Wer genau diese Information der Presse zuspielte, ist nicht geklärt. Wegen Meineides wurde Lewis Libby, Stabschef von Vizepräsident Cheney, 2007 zu 30 Monaten Haft verurteilt, von Präsident Bush aber begnadigt. Zugleich gab Vize-Stabschef Karl Rove seinen Job auf.
 
Über diese Fakten haben die Medien detailliert berichtet. Nun erlaubt «Fair Game»  Einblicke hinter die Kulissen der Macht und in die Psyche der Protagonisten. Wie die CIA-Zentrale in Langley: Der Konflikt zwischen Spionage-Profis und spin doctors aus dem Weißen Haus entlädt sich in packenden Rede-Duellen.
 
Ähnlich das Eheleben von Plame und Wilson: Naomi Watts brilliert als skeptische Karriere-Agentin, die auch dann noch loyal bleibt, als der CIA sie kaltstellt. Sean Penn gibt einen ihr ebenbürtigen Wahrheitsfanatiker, der einen Presse-Feldzug gegen die Regierung startet, den beide nicht gewinnen können.
 
Foto: TOBIS FilmFoto: TOBIS FilmFoto: TOBIS FilmFoto: TOBIS Film

Fair Game

Regie: Doug Liman, 105 min.,
USA 2010,
mit: Naomi Watts, Sean Penn,
Sam Shepard, Bruce McGill.

Offizielle Website

Bewertung:
Der Polit-Thriller von Doug Liman ist im besten Sinne konventionell: Chronologisch erzählt, beleuchtet er anschaulich, welche Machenschaften in den Krieg führten. Ein bildmächtiges Plädoyer für Zivilcourage, auch wenn seine Argumente nicht neu sind. Nur die irakische Seite bleibt unterbelichtet: Die Opfer dieser Politik geraten kaum in den Blick.
 

25.11.2010 Oliver Heilwagen
(1)
(7)

Nachricht schreiben!


Betreff:
TV & Film
Kunst+Film
Kunst-Filme+Film-Kunst
Aktuelle Beiträge zu Ausstellungen und Autorenfilmen finden Sie bei "Kunst+Film".
der tagDer Tag
Jeden Morgen eine Inspiration:

kultiversum empfiehlt Köpfe, Künste und Kulturen. Unser täglicher Newsletter.

Weiter
Der Tag
Neueste Mitglieder
Chris Cluß
Morgen entscheidet die Jury, welcher Autor den Mülheimer Dramatikerpreis 2012 erhält. Im Video erzählen Rita Thiele und Gerhard Preußer, nach welchen Kriterien sie die Stücke beurteilen.
Die einen zieht es in einen Sog, die anderen fühlen sich abgestoßen von der kalkulierten Mechanik – Roland Schimmelpfennigs Stück «Das fliegende Kind» polarisiert.
«Wenn der Ruhrpottler jemanden liebt, dann liebt er ihn richtig.» Im Video: Ein Dialog zwischen Festivalleiter Udo Balzer und dem Moderator der Publikumsgespräche, Gerhard Jörder, über die «Stücke», das eigene Tun und die Mülheimer Zuschauer.
Das E-Paper der Mai-Ausgabe von «tanz» ist da. Es steht allen Abonnenten ab sofort zur Verfügung. Für alle gibts das Inhaltsverzeichnis.



Kontaktanfrage





Beitrag melden!


Geben Sie hier eine Begründung an, warum Sie hier einen Inhalt bedenklich finden (z.B. Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Anstiftung zu einer Straftat). Vielen Dank! Ihr kultiversum-Team





Setzen Sie Ihren Bookmark!