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John Turturro

Passione!
© Beta Cinema
(Kinostart: 7.4.) Dieser Dokumentarfilm über Musik in Neapel ist Gegengift gegen «Gomorrah» und besser als «Buena Vista Social Club»: Eine herrlich beschwingte Hommage des US-Schauspielers an seine Herkunft.

Beschreibung:
Ein Italo-Amerikaner auf Heimaturlaub: Mit diesem Film hat sich John Turturro einen Herzenswunsch erfüllt. Er wollte der Musikalität seiner süditalienischen Vorfahren ein Denkmal setzen – und das ist ihm geglückt.

Ganz im Turturro-Stil: So lässig beschwingt und sprunghaft, wie er sonst in Arthouse-Filmen von Spike Lee oder den Coen-Brüdern agiert, übernimmt er hier die Regie. Das passt vorzüglich zum Schauplatz Neapel.

Die Metropole Südtaliens hat nicht mehr viel zu verlieren: Von Rom vernachlässigt, von Investoren gemieden, von der Mafia mit Drogenhandel und Sweatshops überschwemmt, versinkt ihre verrottende Bausubstanz im Müll. Längst gilt Neapel als hoffnungsloser Fall. Da hilft nur noch ein lustiges Liedchen auf den Lippen.
 

Passione!

Regie: John Turturro, 96 min., Italien 2010;
mit: Massimo Ranieri, Rosario Fiorello, Guiseppe Barra

Das zeigt «Passione!»: Wie sich die Neapolitaner gegen alle Widrigkeiten mit Melodien behelfen. Wie sie alle Stile zugleich beherrschen und pflegen: von Oper und Klassik über Volksmusik und Jazz bis zu Rock und Rap. Wie sie mit Klängen klagen, kämpfen, triumphieren und feiern: Musik als Überlebensmittel.
 
Wenn ein Regisseur auf offener Strasse Passanten zu einem spontanen Tänzchen bittet, würde das in anderen Städten der Welt hochnotpeinlich wirken. In Neapel offenbar nicht; Turturro gelingt es dauernd. Und das Beste ist: Man glaubt ihm sofort.
 
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Weitere Rezensionen finden Sie in der Presseschau auf Film-Zeit.

Bewertung
:
Wieviel Spaß ihm die Dreharbeiten machten, merkt man dem Film in jeder Sekunde an. Das steckt an; selbst der unmusikalischste Tropf kann sich diesen feelgood vibrations kaum entziehen.
 
Nach dem Schocker «Gomorrah» über Neapel im Würgegriff der Camorra nun als Gegengift eine Hommage an seine schönste Seite: Besser als «Buena Vista Social Club», ganz zu schweigen von Italo-Touristenkitsch wie «Maria, ihm schmeckt’s nicht».  

06.04.2011 Oliver Heilwagen
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