(Kinostart: 24.2.) Die Gebrüder Coen gelten als Regie-Genies. Mit dem Western-Remake «True Grit» bestätigten sie dieses Urteil bei der 61. Berlinale, die sie mit dem Film eröffnen durften. Großes Kino mit einem herausragenden Jeff Bridges.
Beschreibung:
Die Story zum Film war schon vorher bekannt: Sie basiert auf dem Roman «Der Marshall» von Charles Portis und wurde 1969 von Henry Hathaway schon einmal verfilmt - John Wayne erhielt damals für die Hauptrolle seinen einzigen Oscar. Die junge Mattie Ross will sich an Tom Chaney rächen, der ihren Vater kaltblütig ermoderdete. Helfen soll ihr dabei ausgerechnet Marshall Rooster Cogburn, ein eigenwilliger Säufer.
Die Coen-Brüder wären nicht die Coen-Brüder, würden sie der bekannten, einfachen Westernstory nicht eine neue Seite abgewinnen. Daher wählen sie eine andere Perspektive als einst Hathaway und gewähren der jungen Mattie deutlich mehr Spielraum neben Rooster Cogburn.
VIDEO
True Grit
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Hauptdarsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper
USA 2010, 110 min.
Kinostart: 24.02.2011
Webseite zum Film
Bewertung:
Den nutzt Jungschauspielerin Hailee Steinfeld beeindruckend. Vollkommen zurecht wurde sie für als beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert, wo sie wieder auf ihren Kollegen Jeff Bridges treffen wird. Der schickt sich an, mit seiner Interpretation des Marshalls in der Kategorie «Bester Hauptdarsteller» in John Waynes Fußstapfen zu treten. Insgesamt darf sich der Film Hoffnung auf zehn der Statuen machen, darunter auch die Hauptpreise «Bester Film» und «Beste Regie».
Bei all den (Vorschuss-)Lorbeeren darf nicht unerwähnt bleiben, dass den Coens mit «True Grit» wieder einmal ein Meisterwerk gelungen ist. Er überzeugt mit seiner Coenesquen Figurenzeichnung, grandiosen Bildern und einer überaus gelungenen Interpretation der Romanvorlage.