kultiversum Startseite
Noch nicht angemeldet?   Registrieren

  |   Passwort vergessen
Warenkorb
Ashgar Farhadi

Elly... - Darbareye Elly
Elly lässt am Strand mit den Kindern Drachen steigen; Foto: Fugu Film
(Kinostart: 6.1.) Badefreuden am Kaspischen Meer: Auch das kann der Iran sein. Der Ausflug einer Gruppe junger Leute endet jedoch tragisch. Das subtile Porträt einer Generation bekam auf der Berlinale den Silbernen Bären.

Beschreibung:
Sommersonnenspaß im Iran: Drei junge Ehepaare der Teheraner Mittelschicht mieten ein Ferienhaus für ein langes Wochenende am Kaspischen Meer. Schon bei der Anfahrt im schicken BMW herrscht ausgelassene Urlaubsstimmung.

Dem Sextett schließen sich zwei Singles an: Ahmad, dessen Ehe in Deutschland gescheitert ist. Nun kehrt er für eine Stippvisite zurück. Und Elly, die hübsche Erzieherin der Tochter von Sepideh. Sie will die beiden einsamen Herzen miteinander verkuppeln, was für viel Getuschel und Gekicher sorgt.

 
Dann geht etwas schief: Eines der Kinder, auf die Elly am Strand aufpassen sollte, treibt leblos im Wasser. Nachdem es gerettet wurde, bleibt Elly verschwunden. Ist sie ertrunken oder nur heimlich abgereist? Die Suche nach ihr spaltet die Gruppe und lässt unvermutete Konflikte aufbrechen.
 

Weitere Rezensionen finden Sie in der Presseschau bei Film-Zeit.

Bewertung
:
Der Iran einmal nicht als Jammertal voller Unterdrückung und Hass, sondern als Heimat großstädtischer Mittelklasse-Menschen: Allein dieser Ansatz macht «Elly» sehenswert. Zumal Regisseur Ashgar Farhadi alle Schablonen beiseite lässt und seine Schar sehr differenziert zeichnet: Ihre weltläufige Lässigkeit bei der Anreise, ihre unbeschwerte Lebenslust am ersten Abend und die allmähliche Verdüsterung der Atmosphäre, als Probleme auftauchen.
 
Foto: Fugu FilmFoto: Fugu FilmFoto: Fugu FilmFoto: Fugu Film
Plötzlich bröckelt das Einvernehmen und Misstrauen greift um sich. Die vorgebliche Modernität weicht archaischen Reflexen, was die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern angeht. Wobei alles plausibel aus den unterschiedlichen Charakteren heraus entwickelt wird. Dieses vielschichtige und subtile Porträt einer Generation erhielt auf der Berlinale 2009 den Silbernen Bären für die beste Regie. Schade, dass der deutsche Verleih keinen aussagekräftigeren Titel fand.
 

05.01.2011 Oliver Heilwagen
(6)

Nachricht schreiben!


Betreff:
TV & Film
Kunst+Film
Kunst-Filme+Film-Kunst
Aktuelle Beiträge zu Ausstellungen und Autorenfilmen finden Sie bei "Kunst+Film".
der tagDer Tag
Jeden Morgen eine Inspiration:

kultiversum empfiehlt Köpfe, Künste und Kulturen. Unser täglicher Newsletter.

Weiter
Der Tag
Neueste Mitglieder
Chris Cluß
Morgen entscheidet die Jury, welcher Autor den Mülheimer Dramatikerpreis 2012 erhält. Im Video erzählen Rita Thiele und Gerhard Preußer, nach welchen Kriterien sie die Stücke beurteilen.
Die einen zieht es in einen Sog, die anderen fühlen sich abgestoßen von der kalkulierten Mechanik – Roland Schimmelpfennigs Stück «Das fliegende Kind» polarisiert.
«Wenn der Ruhrpottler jemanden liebt, dann liebt er ihn richtig.» Im Video: Ein Dialog zwischen Festivalleiter Udo Balzer und dem Moderator der Publikumsgespräche, Gerhard Jörder, über die «Stücke», das eigene Tun und die Mülheimer Zuschauer.
Wieder am 2. und 5. Januar: Richard Ayres' im Dezember 2013 uraufgeführte Familienoper.



Kontaktanfrage





Beitrag melden!


Geben Sie hier eine Begründung an, warum Sie hier einen Inhalt bedenklich finden (z.B. Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Anstiftung zu einer Straftat). Vielen Dank! Ihr kultiversum-Team





Setzen Sie Ihren Bookmark!