Eine Auftragsarbeit der Kulturhauptstadt Ruhr 2010: Enda Walsh hat sich im Rahmen einer theatralischen Odyssee-Erkundung Penelope und ihren Freiern gewidmet. Tilman Knabe inszeniert das Stück mit schwarzem Humor.
Beschreibung:
«Odysseus tritt nicht auf, Penelope bleibt stumm. Die geballte Macht seiner Sprache überlässt Walsh den Vieren, Männern unterschiedlichen Bildungsstandes und Charakters, die sich gegenseitig befehden, mal in der Absicht, einander auszustechen, mal in der müßigen Hoffnung, so etwas wie eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Einzig die Furcht vor Odysseus eint sie. So schält Walsh eine bündige Parabel aus dem Stoff, wobei die Eloquenz der Figuren einen schönen Widerspruch bildet zu ihrer Zerrissenheit und zu ihrer erbarmungswürdigen Situation.»
Bewertung:
«Der Regisseur Tilman Knabe hat den Witz der Vorlage erfasst und in Oberhausen mit vier großartigen Schauspielern, in einem herrlichen Bühnenbild von Kaspar Zwimpfer, kurzweilig und wenig zimperlich inszeniert.» (Martin Krumbholz in seiner Frühkritik auf kultiversum.de)
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