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Dresden

Der Turm
Foto: Matthias Horn
«Der Turm» von Uwe Tellkamp ist ein Roman über die Endzeit der DDR aus der speziellen Perspektive des Dresdner Bürgertums. Wolfgang Engel hat ihn in Dresden auf die Bühne gewuchtet.

Beschreibung:
In der auf dreieinhalb Stunden eingedampften Bühnenversion findet sich die illustre Ansammlung von Dresdner Bildungsbürgern auf Olaf Altmanns Einheitsbühne tatsächlich in einer Art Turm wieder. Wie an einer Fassade ragen neuen Balkone in den Raum. Eine in sich geschlossene Gesellschaft, die sich gegen ungeliebte Eindringlinge mit Liebe zur Literatur, Kunst und jeder Menge Vergangenheitsbeschwörung in einer eigenen Identität zu behaupten versucht. Die sich aber auch arrangiert und einrichtet. Wolfgang Engel setzt in seiner Regie auf das Wort und bleibt damit dicht an der Vorlage. Und an dem, was die Zuschauer davon mit ihrer eigenen Erinnerung an das versunkene Land vergleichen können.
 
Bewertung:

Ein Beispiel für die gelungene Theaterversion eines Gegenwartsromans. Das mag zu einem Teil an der Dresden-Vertrautheit des Regisseurs Wolfgang Engel liegen, vor allem aber ist es seiner Fähigkeit geschuldet, Geschichten gradlinig zu erzählen und sich mit der Erinnerung des Publikums zu verbünden.

Joachim Lange
 
Andere Meinung:
«Theater heute» ist skeptischer. In der November-Ausgabe schreibt Christine Wahl: «Ganz sicher gehört ‹Der Turm› zu jenen Romanen, die sich besonders schlecht für eine Dramatisierung eignen. Entscheidet man sich trotzdem dafür, hätte man allerdings auch die Gelegenheit, ein paar Fragen in den Bühnenraum zu werfen. Zum Beispiel, wie gut sich hausmusikalische Bürgerlichkeit tatsächlich als inneres Exil eignet, oder warum in der öffentlichen Wahrnehmung erst Tellkamps bewusst stilistisch konservativer Roman, der tatsächlich nicht besser mit seinem Untersuchungsgegenstand korrespondieren könnte, zum ultimativen DDR-Endzeitwerk avancierte obwohl vorher schon Ingo Schulze in seinem Briefroman ‹Neue Leben› um den Dresdner Antihelden Enrico Türmer (!) das nämliche Milieu bespiegelt hatte - nicht minder grandios und literaturgeschichtlich anspielungsreich, aber sprachlich moderner, distanzierter und gebrochener. Den ‹Turm› lieber auf die üblichen DDR-Verdächtigen und den kleinsten gemeinsamen Theater-Nenner herunterzudividieren, ist allerdings auch ein Statement.»

Zur vollständigen Rezension aus der Novemberausgabe 2011 von «Theater heute»...

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28.09.2010

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