Porträt
Aus dem Ohrensessel um die Welt
Porträt des Schauspielers in mittleren Jahren und als neuer Peer Gynt: Michael Wittenborn
Er kann eigentlich ganz anders sein, und es scheint, als käme er auch gar nicht mehr so selten dazu. Gewiss, «die Angst des Schauspielers vor der Bühne», wie Michael Wittenborn sagt, ist weiterhin da. «Wenn ich nicht die Freiheit hätte, wegzulaufen, dann würde ich da nicht rausgehen.» Nichts größer als sein Wunsch, die abendliche Vorstellung möge, durch welche Umstände auch immer, Krankheit oder kollektive Krisen, abgesagt werden, um so das individuelle Wohlbefinden zu sichern. Hemmnisse und Neurosen gibt’s auch noch, und man kann sich ihn schon gut vorstellen als Figur aus einem «Rabbit»-Roman des John Updike. Neurotiker seien, so Sigmund Freud, «von Natur aus unbotmäßig». Ein Satz, der das bundesrepublikanische Nachkriegs-, Wiederaufbau- und Wohlstandskind aus Bielefeld in seinem nonkonformen Wesen umfassend charakterisiert.
Aber man muss Michael Wittenborn wohl einen glücklichen Menschen nennen. Jedenfalls tut [...]
Liebe Leserinnen und Leser,
vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Beitrag aus Theaterheute. Der Volltext dieses Artikels steht allen registrierten Abonnenten der Zeitschrift kostenlos zur Verfügung.
Das Login-Feld finden Sie oben rechts auf dieser Seite. Hier können Sie sich als Abonnent registrieren.
Wenn Sie noch kein Abonnent sind, können Sie hier ganz einfach ein
Abo bestellen und sich dann sofort registrieren.
Abonnenten haben Zugriff auf das gesamte Heftarchiv von Theaterheute und das ePaper der aktuellen Ausgabe. Frei zugängliche Artikel von
Theaterheute finden Sie hier.
Andreas Wilink / Theaterheute / Seite 38 / Dezember 2008
Weitere Artikel aus diesem Heft