... als Cowboy und Zauberlehrling: Philipp Löhles «supernova (wie gold entsteht)»
Wir sind im Nordschwarzwald, der ganz plötzlich zu einem Arizona für arme Badener wird. Der Grund ist dieser Dauerpraktikant Friedrich, der eine Goldader irgendwo im dunklen Forst erfindet, eine Superrendite verspricht und die imaginäre Wertschöpfungskette dem Chef seiner letzten Praktikumsfirma verkauft. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, also versucht Friedrich, die Blähungen der Blase abzumildern. Das Resultat ist eine Komödie, die nicht zuletzt deshalb funktioniert, weil das Sujet des gestressten Zauberlehrlings an sich schon überaus komisch ist.
Wie kein zweiter seiner Generation kann Philipp Löhle aus einem globalisierungskritischen Tableau eine leichthändige Farce machen. «supernova» wartet allerdings auch mit einer für Löhle neuen Erzählebene auf. Plötzlich entdeckt Friedrichs Mutter die «körperliche Liebe in Zeiten der Faltenbildung» und interessiert sich zu allem Überfluss auch noch für die regionale Geschichte. Da kann es nicht ausbleiben,
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