Bariton Barry McDaniel hatte vor einem halben Jahrhundert seine ersten Auftritte in Deutschland. Er blickt zurück auf die Abende unter Karl Böhm und die Arbeit mit Regisseuren wie Rennert und Sellner und auf das große Ensemble der Deutschen Oper Berlin
Als Amerikaner in Europa mit dem «deutschesten aller Repertoires» – Papageno, «Matthäus-Passion», «Winterreise» – zu reüssieren – kann man dieses Abenteuer bestehen? Barry McDaniel hat es in fünfundvierzig Jahren auf etlichen der bedeutendsten Opernbühnen und Konzertpodien des Kontinents bewiesen, und wenn er heute zurückschaut auf eine lange, erfolgreiche Karriere, so tauchen als Fixpunkte immer wieder die Bereitschaft auf, sich einzulassen auf das Darzustellende («Ich konnte nie abstrakt singen. Ich habe mich mit allen Rollen total identifiziert.») sowie das daraus resultierende Grundgefühl, am angestammten Platz, im richtigen Fach zu sein: «Deine Sachen macht niemand so gut wie du; warum also deinen Fuß in eine Tür setzen, in die du nicht hineingehen kannst», hat Egon Seefehlner ihm einmal zum Thema «Fachwechsel» gesagt, und Barry McDaniel konnte «Rat annehmen, wenn er richtig war».
Der Sänger
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