Zeitgenössische Kammeropern spanischer Komponisten: Héctor Parras «Hypermusic Prologue» und Elena Mendozas «Niebla»
Seit Pythagoras die Bewegung von Sonne, Mond und Sternen als Musik begriff und die Idee entwickelte, dass Himmelskörper den Gesetzen einer «Sphärenharmonie» gehorchen, haben Komponisten immer wieder nach dem (für den Menschen leider nicht hörbaren) Klang des Universums gesucht. Besonders die Musiktheorie des 16. und 17. Jahrhunderts hielt die pythagoreische Tradition hoch, zur Bach-Zeit engagierte sich etwa Johann Mattheson in der Debatte über Analogien zwischen Himmels- und Erdentönen. 1957 widmete Paul Hindemith dem Thema gar sein Opus maximum, eine Oper über Johannes Kepler, einem großen Verehrer des antiken Astronomen. Er nannte das Vierstundenstück nach einem Hauptwerk Keplers «Die Harmonie der Welt». Auch der Zwölftonpionier Josef Matthias Hauer glaubte, in (neuer) Musik offenbare sich die «Weltordnung», die «Harmonie der Sphären». Und der Mystiker Karlheinz Stockhausen war, zumal in fortgeschrittenem Alter, fest davon
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