Die Münchner Opernfestspiele haben seit ihrer Gründung vor über 130 Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren: Wenn am 24. Juni wieder das international traditionsreichste Festival seiner Art beginnt, machen sich Opernfreunde aus aller Welt auf, um ihre Begeisterung für das Musiktheater miteinander zu teilen.
Im Mittelpunkt des Interesses steht wie jedes Jahr die Festspielpremiere im Nationaltheater: Am 28. Juni hebt sich der Vorhang für die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis «Tosca». In den Hauptrollen sind mit Karita Mattila und Jonas Kaufmann zwei der weltweit gefragtesten Sänger zu erleben. Drei Wochen später wird im Prinzregententheater die Premiere von Richard Strauss’ «Die schweigsame Frau» mit Diana Damrau gefeiert; die musikalische Leitung hat Kent Nagano.
Insgesamt locken die Festspiele 2010 mit mehr als 30 Opernaufführungen – darunter «L’elisir d’amore» mit Rolando Villazón, «Don Carlo» und «Medea in Corinto» mit Ramón Vargas sowie «Don Giovanni» mit Mariusz Kwiecien. Das Programm bietet außerdem Liederabende mit Künstlern wie Agnes Baltsa, Angela Denoke und Anja Harteros sowie eine Vielzahl von Ballettproduktionen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen.
Eine Premiere der ganz besonderen Art findet auf dem Marstallplatz hinter dem Nationaltheater statt. Dort wird zum Auftakt der Festspiele am 24. Juni eine neue, mobile Spielstätte eröffnet: der vom renommierten Architekturbüro Coop Himmelb(l)au entworfene Pavillon 21 MINI Opera Space. Ein Ort für internationale Künstler, die, bei allen Unterschieden in den Ausdrucksformen, die Lust eint, am und mit dem Musiktheater zu arbeiten. Den Startschuss gibt Christoph Schlingensief mit der Produktion «Remdoogo» aus dem von ihm initiierten Operndorf in Burkina Faso. Wie immer gibt es unter dem Motto «Oper für alle» auch dieses Jahr zwei Konzerte umsonst und draußen zu erleben.
Tipp: Kultiversum empfiehlt die Premiere von Giacomo Puccinis Oper «Tosca». (am 28. Juni um 19.00 Uhr im Nationaltheater)
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