Nun mag auch Kent Nagano nicht mehr in München bleiben.
Sondern kehrt, wie schon Kollege Christian Thielemann, der Bayerischen Hauptstadt den Rücken. Für eine Vertragsverlängerung über 2013 hinaus steht der japanische Maestro nicht zur Verfügung, wie er in einer Erklärung bekannt gab. Jetzt bleibt den Münchnern nur noch Mariss Jansons!
Dabei hatte doch alles so gut begonnen «Der Dirigent mit der Neigung zur reibungsvollen Programmkonzeption wurde vom Münchner Premierenpublikum gefeiert. Eindeutiger hätte die Sympathie für den neuen Generalmusikdirektor kaum ausfallen können – man schätzt seine Wesensart aus musikalischem Intellekt und Fantasie, aus Offenheit, kultureller Vielseitigkeit und persönlichem Charme», schrieb die «opernwelt» anlässlich der ersten Premiere Naganos 2006. Weiter
Ebenso angetan war der «opernwelt»-Kritiker 2009 von Alban Bergs «Lulu»: «Das Bayerische Staatsorchester lieferte unter seinem Chef eine hoch konzentrierte, werkgerecht durchgearbeitete und betörend klangschöne Umsetzung von Alban Bergs komplexer Partitur.» Weiter
Wenig Begeisterung fand dagegen Naganos Mozart-Interpretation: «Der zart unentschiedene Klangduktus verschwindet über Strecken im großen Haus. Da fehlt es oft am entschiedenen Forte, der impetuösen Dramatik.» Weiter
Jetzt darf man gespannt sein, wen sich Intendant Nikolaus Bachler als Nachfolger Naganos erwählt. Und ob dass Orchester dieses Mal mitreden darf.