Ab 1. Februar wieder in Berlin: Sasha Waltz' Inszenierung von Toshio Hosokawas Oper
«Matsukaze» ist ein wundersam hermetisches Kammertheater, das sich über den sparsam und präzise gesetzten (deutschen) Worten von Hannah Dübgen wie eine fernöstliche Bildergeschichte auf Papier entrollt und wieder zusammenzieht. Gegen die aktuellen Realitäten und Nöte auf der Insel setzt es eine undurchdringliche Wand aus alten Symbolen – eine ebenso ehrliche wie verzweifelte Opposition gegen das moderne Japan.
Toshio Hosokawa verleiht dieser Geschichte in seiner 90-minütigen Musik ein akustisches Relief, das an naturhafte Prozesse erinnert. Aus konkreten Wasser- oder Windgeräuschen bauen sich orchestrale Klänge um zentrale Töne auf, die allmählich mit Bläser- oder Streicherfarben angereichert werden. Die Flöte spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Harfe, vielleicht als ferne Erinnerung an die japanische Wölbbrettzither Koto, die Hosokawas Mutter spielte. Und immer erinnert man sich während der Vorstellung an das Wort von Hosokawas
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