Manfred Trojahn hat für Amsterdam eine «Orest»-Oper geschrieben. Zwischenrufe aus seiner Düsseldorfer Werkstatt
Manfred Trojahn ist die Ruhe selbst. In sechs Wochen wird in Amsterdam seine neue Oper «Orest» uraufgeführt, vor drei Tagen war Konzeptionsgespräch, nun sitzt er in seinem von der Herbstsonne durchfluteten Wohnzimmer im Düsseldorfer Zooviertel und scheint keine Spur nervös. Er weiß sein Werk in besten Händen, außerdem lässt man ihn in Amsterdam mitreden. «Man hat ja als Komponist nicht immer den Eindruck, dass die einen dabei haben wollen. Manchmal ja auch aus gutem Grund. Aber in Amsterdam wird mir das Gefühl gegeben, dass ich da nötig bin.» Regie führt die Britin Katie Mitchell, die im Opernfach unter anderem durch ihre faszinierende Installation in der Salzburger Felsenreitschule für Luigi Nonos «Al gran sole carico d'amore» auf sich aufmerksam machte. Mitchell steht ansonsten für eine sehr eigene, detailversessene Ästhetik, die sie im
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