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Literaturen der Welt

Türkisch für Leser
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Die Deutschen machen gern Ferien in der Türkei, haben dabei aber nur selten Bücher zeitgenössischer türkischer Schriftsteller im Gepäck. Das will der in Berlin ansässige Verlag Edition Galata ändern: Sein Programm umfasst ausschließlich türkische Gegenwarts-Autoren. kultiversum sprach mit Verleger Reçai Hallaç über verborgene literarische Schätze in der Türkei, die darauf warten, gehoben zu werden.

Für die zeitgenössische türkische Literatur steht international vor allem Orhan Pamuk. Der Nobelpreisträger wird besonders in Deutschland viel gelesen. Auch von Yaşar Kemal, der 1997 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, liegen fast alle Werke in Übersetzungen vor. Aus der gegenwärtig sehr lebendigen literarischen Szene der Türkei werden hier zu Lande aber nur wenige Autoren wahrgenommen.

Daran haben auch deutsch-türkische Schriftsteller bislang wenig geändert. Feridun Zaimoglu, Emine Sevgi Özdamar, Zafer Senocak oder Yadé Kara werden von Kritikern sehr geschätzt und erreichen ansehnliche Auflagen.

Doch sie haben ihre Leser kaum dazu bewogen, auch zu Büchern türkischer Autoren zu greifen. Als einziger Verlag überträgt die Edition Galata ausschließlich namhafte zeitgenössische Schriftsteller der Türkei ins Deutsche.

kultiversum sprach mit Verleger Reçai Hallaç über Programm und Ziele Edition Galata.  

Die vorgestellten Titel aus dem Verlagsprogramm:

Aslı Erdoğan: Der wundersame Mandarin, 108 S., brosch., 12,50 €

Ahmet Ümüt: Patasana, 416 S., brosch., 16 €

Emrah Serbes: Behzat Ç: jede Berührung hinterläßt eine Spur, 320 S., brosch., 14 €

Serbes wird den Band im Mai auf einer Lesereise durch Deutschland vorstellen.

 

 

 

 


10.03.2010 Oliver Heilwagen
(1)

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Mario Pschera
von Mario Pschera am 26.05.2010 20:53 Uhr
 Der letzte Satz des Beitrags ist irreführend und vernachlässigt (die durchaus guten) Übersetzungen zeitgenössischer türkischer Autoren in anderen Verlagen. Allein bei uns (Dagyeli Verlag Berlin) erschienen in den letzten Jahren

Metin Kacan: Cholera Blues, 2003
Metin Kacan: Haselnuss 8, 2008
Nalan Barbarosoglu: Silbernacht, 2008
Yorgos Valasiadis: Und es schneit über Tatavla, 2008
Zafer Senocak: Der Pavillon, 2009;

von Verlagen wie Unionsverlag und Blumenbar ganz zu schweigen. Dass all diese Bücher vom Feuilleton nicht immer hinreichend gewürdigt werden, heißt nicht, dass sie nicht existierten oder von den Lesern nicht wahrgenommen würden.
Sabine Kulenkampff
von Sabine Kulenkampff am 12.03.2010 15:07 Uhr

Inzwischen leider aufgeben mußte der deutsch-türkische Sardes - Verlag von Habib Bektas und Yüksel Pazarkaya in Erlangen. Man kann die Bücher aber weiterhin bestellen unter sardes@gmx.de. Ich möchte den zweisprachigen Erzählungsband "Allegro ma non troppo" empfehlen, einen türkischen Klassiker von Haldun Taner (12,80€).

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