Im Jahr 2005 wurde der bis dahin von der Kritik gelobte, vom Publikum wenig beachtete Österreicher Arno Geiger für seine Familiensaga «Es geht uns gut» mit dem Deutschen Buchpreis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet (siehe «Literaturen» 6/2005 und 10/2005). Für einen eher zurückgezogen arbeitenden Schriftsteller eine durchaus beängstigende Situation: über Nacht zum Bestseller-Autor und gefragten Literatur-Star zu werden. Aber die turbulente Zeit hat Geiger keine Schreibblockade beschert: Drei Jahre nach dem dem Nachfolgewerk – die Erzählungen «Anna nicht vergessen» – erscheint sein neuer Roman «Alles über Sally».
Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren?
Arno Geiger schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit.