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Duisburg

Walter Stöhrer: Kraftfelder
Walter Stöhrer (1937-2000) gehörte zu den rebellischen Einzelgängern der Malerei in Westdeutschland. Eine Retrospektive zum 10. Todestag im Museum Küppersmühle.

 

Beschreibung:
Walter Stöhrer war alles andere als ein Staatskünstler. Seine Arbeit war nie im Kontext einer «demokratischen Abstraktion» zu sehen, auch nicht des Informel, dem er irrtümlich zugeordnet wird. Auch die andere große Linie in Westdeutschland, den von Beuys propagierten Radikalbruch mit der Tradition, hat Stöhrer nicht mitgemacht.

 

Er hat seinen eigenen Weg gefunden, der durchaus ein konservatives Bekenntnis zum Sujet des Malens einschließt. Die Intensität, die seine Bilder ausstrahlen, das zugleich Poetisch-Filigrane ihrer Komposition, das Zusammenspiel von ekstatischer Wucht und reflektierter Bedachtheit sind zweifellos Merkmale seiner Malerei.
 
An Vergleichen mangelt es nicht. Einordnungen seiner Bilder in das Umfeld der gestischen und heftigen Malerei, der Cobra-Gruppe, des Tachismus, sogar des Action Paintings und der Art Brut sind inzwischen Legion. All das scheitert daran, dass Stöhrer in seinem Werk diese Stilrichtungen aufnimmt und amalgamiert, ohne dabei nur zu addieren.
 
Stöhrer verstand sich nach 1969 als figürlicher Maler. Die Betonung des Figurativen aber war vermutlich eine Absatzbewegung: Stöhrer wollte sich dem lästigen Streit der 1950er Jahre um die systempolitisch relevante Unterscheidung von Abstraktion und Figuration entziehen.
 

Lesen Sie hier eine ausführliche Rezension samt Bildergalerie.

Bewertung
:
Die Ausstellung betont mit schöner Leichtigkeit die Einheit dieses Werkes, indem sie die Chronologie der Werkphasen immer wieder aufbricht, um motivische und thematische Verwandtschaften über Jahrzehnte zu verfolgen. Dabei wird die Präsentation aus einem Guss angereichert mit einigen Hinweisen auf Stöhrers reiches zeichnerisches Werk.
 
Keine Frage: Stöhrer ist in seiner vielsprachigen Singularität wieder zu entdecken. Die Schau im Museum Küppersmühle bietet eine hervorragende Gelegenheit zur Besichtigung einer Epoche – und ihrer Rätsel.
 
 

 

Mehr Infos und Termine »
08.10.2010 cp

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