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Pierre-Laurent Aimard

Beethoven vom ersten Taschengeld

 

Beruf: Pianist
geb.: 09.09.1957, Lyon
Etappen / Schlaglichter: 1973 Kammermusikpreis des Pariser Konservatoriums, 1. Preis beim internationalen Olivier Messiaen-Wettbewerb / 1976 Gründungsmitglied des L`Ensemble intercontemporain / 2006 Preis der Kulturstiftung Dortmund, pianist in residence bei den Berliner Philharmonikern / seit 2009 künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals
Zusammenarbeit u.a. mit Olivier Messiaen, Györgi Ligeti, Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez

„Ich erachte Pierre-Laurent Aimard als den führenden Interpreten von zeitgenössischer Klaviermusik“ - Györgi Ligeti

„Von meinem ersten Taschengeld habe ich mir die Noten der Beethoven-Streichquartette gekauft“ verrät Pierre-Laurent Aimard im Partituren-Interview. Eine Enthüllung, die in Aimards Fall überrascht - wird der Messiaen-Schüler und Ligeti-Leibpianist doch vor allem mit dem Zeitgenössischen in der Musik in Verbindung gebracht. Diese „zeitgenössische Prägung“ hört man immer durch - findet zumindest Wolfgang Fuhrmann in seiner Rezension einer Schumann-Aufnahme von Aimard: „Pierre-Laurent Aimard interpretiert Schumann nicht – wie etwa Evgeny Kissin und andere russische Pianisten – als innig-exzentrischen Romantiker. Ihn interessiert das Architektonische und Konstruktive dieser Musik.“

Der Klang seines Instruments fasziniert Aimard immer wieder von neuem:
„Seine Anschlagsnuancen sind unerschöpflich: das Spiel mit dem Nachhall der schwingenden Saite, mit ihren verschiedenen Timbres, der raffinierten Mischung der Obertöne“, schwärmt er im Partituren-Gespräch vom Klavier. Er habe sich zwar bereits „in viele Richtungen bewegt“ aber er versuche nach wie vor, sein „Verhältnis zum Instrument immer wieder zu variieren“.

Sehr kritisch steht Aimard seinem eigenen Erfolg und der Musikwelt, die diesen Erfolg möglich gemacht hat, gegenüber: „Ich glaube, das Problem unserer Zeit ist, dass man den Interpreten eine zu wichtige Rolle zuspricht. Und das verdeckt sehr oft die Wichtigkeit des Werkes.“ Wohl unter anderem deswegen legte er erst mit 50 Jahren sein Bach-Aufnahmedebüt vor, von dem Gerald Felber in seiner Rezension schreibt: „Aimard spielt mit einer Disziplin, die nicht aus äußerem Drill, sondern aus innerer Freiheit erwächst. Klavieristische Farbwerte setzt er dabei eher gedämpft ein und nimmt auf diese Weise das moderne Instrument ein Stück zu seinem Ursprung zurück.“

 

 

Sophie Diesselhorst / Foto: Warner Classics

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