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Mariss Jansons

„Ich bin in der Oper aufgewachsen“

Beruf: Dirigent
geb.: 14.01.1943, Riga

Etappen: 1971 Assisten bei Jewgenji Mawrinskij, 1979-2000 Künstlerischer Leiter des Osloer Philharmonie-Orchesters, Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks (seit 2003) und des Concertgebouw Orchesters Amsterdam (seit 2004)

Auszeichnungen: Echo Klassik 2007, Bayerischer Verdienstorden, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
 

„Wenn Mariss Jansons vor dem Orchester steht, (...) herrscht reinste Unmittelbarkeit, ungehindertes Fließen, klarstes Einverständnis!“
Thomas Angyan

Bekannt ist Mariss Jansons vor allem als Orchesterdirigent. Dabei hätte doch ein Opernspezialist aus ihm werden sollen. „Ich bin in der Oper aufgewachsen“, erzählt Mariss Jansons im „Opernwelt“-Interview, „meine Eltern brauchten keinen Babysitter, denn ich war von früh bis nachts im Theater, ich kannte alles auswendig“. Trotzdem wandte sich der Sohn einer Opernsängerin und eines Dirigenten anderen Herausforderungen zu. In St. Petersburg, wo er seit 1969 arbeitete, machte er nur „nebenbei“ Opern, Chef des Mariinsky-Theaters zu werden lehnte er gar ab.

Stattdessen übernahm er 1979 die Osloer Philharmoniker und formte sie mit unermüdliche Probenarbeit („Ich bin bei allen Proben von Anfang an dabei“) zu einem Spitzen-Konzertensemble. Für Opern blieb da keine Zeit, und als er 1996 mit „La Bohème“ eine ganze Reihe von Opernproduktionen starten wollte, verhinderte ein Herzinfarkt diese Pläne.

Umso begeisterter fiel die Kritik aus, als sich Jansons 2006 mit Schostakowitsch „Lady Macbeth von Mzensk“ auf der Bühne zurückmeldete - „plastisch, intensiv, klar, in jeder Phrase präsent, zum Bersten gespannt und genau“ spielte das Concertgebouw-Orchester unter Jansons Leitung. Kein Wunder - auch seine Interpretationen von Schostakowitschs Symphonien gelten als die interessantesten auf dem Plattenmarkt. Vermutlich deswegen, weil Jansons eine besondere Affinität zu Schostakowitsch hat: „Ich habe Schostakowitsch immer sehr geliebt. Er hat mich ständig begleitet, egal ob ich mich gerade besonders für Beethoven, Brahms, Mahler oder Strauss begeistert habe. Meine innere Welt ist ganz verbunden mit seiner.“
 

Foto: Markus Dlouhy

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