Beruf: Koloratursopran
geb.: 31. Mai 1971, Günzburg
Etappen: 1995 Debut als Barberina in Würzburg / 2000 Debut in Wien als „Königin der Nacht“ / 2004 Titelpartie in Salieris "L'Europa riconosciuta" zur Wiedereröffnung der Scala / 2005 Debut an der Met / 2006 Konzert mit Domingo, Lang Lang, Mehta, Thielemann und Jansons zur Eröffnung der Fußball-WM in München / 2007 Bayerische Kammersängerin
Ob Schwalbe oder Buckelwal - so manches Tier wurde schon bemüht, wenn es galt, der Stimme Diana Damraus sprachlich beizukommen. Und wenn das nicht genügt, muss edles Material herhalten. Eine Stimme «wie mit dem Silberstift gezeichnet» (Opernwelt 3/2009) hört der eine, einen «Sopran, der wie ein Juwel leuchtet» (Partituren 16/2008) der andere.
Dabei hat ihre Karriere ganz normal begonnen: nach dem Studium in Würzburg und Salzburg wurde die Koloratur-Sopranistin zunächst in Würzburg, dann in Mannheim und Frankfurt engagiert. Mit den Debuts an der Münchner Staatsoper 1999 (Zerbinetta) und an der Wiener Staatsoper 2000 (Königin der Nacht) folgte der Weg ganz nach oben: 2008 wurde sie zur Sängerin des Jahres gewählt.
Mit «technischer Perfektion, Musikalität, Natürlichkeit und schauspielerischer Nuanciertheit» (Opernwelt 1/2007) gelingt es der Sängerin stets, den dargestellten Charakteren Leben zu verleihen, nicht zuletzt in ihrer Paraderolle, der «Königin der Nacht»: «Ich kann tausend verschiedene Frauen auf der Bühne sein», sagt sie. «Aber ich verkaufe nicht mich. Es geht um die Musik, die ich vermittle, nicht um die Person, die das vermittelt» (Opernwelt Jahrbuch 2008).